Hormone im Wandel: Von der Pubertät bis zu den Wechseljahren
Von der Pubertät bis zu den Wechseljahren verändert sich der weibliche Hormonhaushalt immer wieder. Welche Rolle spielen Hormone beim Erwachsenwerden, beim Zyklus und in der Schwangerschaft? Ein Überblick über die wichtigsten Lebensphasen, Zusammenhänge und Veränderungen.
- Welche Rolle spielen Hormone in der Pubertät?
- Wie beeinflussen Hormone den weiblichen Zyklus?
- Was sind Anzeichen für PMS und welche Rolle spielen Hormone dabei?
- Wie verändern sich die Hormone in der Schwangerschaft?
- Welche Hormone beeinflussen die Fruchtbarkeit?
- Hormonumstellung in den Wechseljahren
- Wie kann ich meinen Hormonstatus bestimmen?
Hormone in der Pubertät
Zahllose Prozesse im menschlichen Körper, vom Schlaf bis zu Stressreaktionen, vom Salzhaushalt bis zur Körpertemperatur, werden von biochemischen Botenstoffen beeinflusst, den Hormonen. Auch Geschlechtshormone (Sexualhormone) steuern körperliche Funktionen und Entwicklungsprozesse. Während ihre Produktion in der Kindheit noch weitgehend ruht, nimmt sie mit Beginn der Pubertät deutlich zu. In dieser Phase des Erwachsenwerdens bewirkt der Einfluss von Sexualhormonen die Entwicklung der Geschlechtsreife.
In der Pubertät erfahren Mädchen wie Jungen einen deutlichen Wachstumsschub. Verantwortlich dafür sind Wachstumshormone, vor allem STH (Somatotropes Hormon). Es wird von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet, einer etwa haselnussgroßen Hormondrüse direkt unterhalb des Gehirns. An der Steuerung des Wachstums sind außerdem auch Schilddrüsenhormone und Geschlechtshormone beteiligt.
Da der pubertäre Wachstumsschub bei Mädchen früher einsetzt, sind sie zeitweise größer als gleichaltrige Jungen. Ihr Längenwachstum endet jedoch auch früher, sodass erwachsene Frauen im Durchschnitt kleiner sind als Männer. Dabei spielen die Östrogene, eine Gruppe von Geschlechtshormonen, eine entscheidende Rolle: Sie fördern zunächst den pubertären Wachstumsschub, bewirken im weiteren Verlauf aber auch die Reifung und den Schluss der Wachstumsfugen und begrenzen damit das Längenwachstum. Die vor allem in den Eierstöcken gebildeten Östrogene fördern zudem die Reifung der Geschlechtsorgane und die Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale wie der weiblichen Brust.
Gemeinsam mit Progesteron, das zur Gruppe der Gestagene gehört, sind Östrogene auch verantwortlich für den weiblichen Zyklus, der sich in der Pubertät ausbildet. Nach der Menarche – der ersten Regelblutung, die im Schnitt im Alter von 12 bis 13 Jahren einsetzt – stabilisiert sich der Zyklus erst allmählich.
Akne, ein hormonell verursachtes Hautproblem
Während der Pubertät werden vermehrt Androgene (männliche Geschlechtshormone) gebildet – auch vom weiblichen Körper. Diese sorgen für eine vermehrte Talgproduktion der Haut, was zu Pickeln bzw. Akne führen kann. Akne, die später im Leben auftritt, wird Spätakne (Akne tarda) genannt. Sie betrifft Frauen häufiger als Männer und hat ebenfalls oft hormonelle Ursachen, ist aber meist gut behandelbar.
Hormonelles Gleichgewicht bei jungen Frauen
Mit Anfang 20 sind auch die letzten körperlichen Veränderungen der Pubertät abgeschlossen. Der weibliche Zyklus hat sich stabilisiert und wiederholt nun im Schnitt alle 28 Tage sein fein abgestimmtes hormonelles Zusammenspiel. Monat für Monat bereitet sich der Körper dadurch erneut auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Dieser Zyklus wird hauptsächlich von vier Hormonen gesteuert: Östrogen, Progesteron, Luteinisierendem Hormon (LH) und Follikelstimulierendem Hormon (FSH)
Die erste Zyklushälfte: Reifung eines Eibläschens und Aufbau der Gebärmutterschleimhaut
Das Einsetzen der Menstruationsblutung markiert Tag eins eines neuen Zyklusabschnitts. In den ersten Zyklustagen ist der Östrogenspiegel noch niedrig. Dafür wird das Follikelstimulierende Hormon (FSH), das in der Hirnanhangdrüse gebildet wird, ausgeschüttet.
FSH bewirkt das Wachstum eines Eibläschens (Follikel) in einem der Eierstöcke. Das Eibläschen produziert seinerseits Östrogen. Mit zunehmendem Wachstum des Eibläschens steigt auch der Östrogenspiegel an.
In der ersten Zyklushälfte fördert der steigende Östrogenspiegel den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut, die das Innere der Gebärmutter auskleidet. Ihre während der Menstruation abgestoßene obere Schicht wird dabei neu gebildet, sodass die Schleimhaut bis etwa zur Zyklusmitte an Dicke zunimmt.
Die Zyklusmitte: Der Eisprung wird ausgelöst
Gegen Ende seiner Reifung schüttet das Eibläschen deutlich mehr Östrogen aus. Der hohe Östrogenspiegel führt in der Folge zu einer plötzlichen Ausschüttung des Luteinisierenden Hormons (LH) aus der Hirnanhangdrüse. Der LH-Spiegel steigt dadurch stark an und löst den Eisprung aus. Dieser findet ungefähr in der Zyklusmitte statt – der genaue Zeitpunkt ist von Frau zu Frau und je nach individueller Zykluslänge unterschiedlich. Beim Eisprung platzt das herangereifte Eibläschen auf und gibt eine Eizelle frei, die anschließend vom Eileiter aufgenommen wird. Dort kann sie, wenn zuvor ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, durch eine Spermienzelle befruchtet werden.
Nach dem Eisprung: Vorbereitung auf die Einnistung der Eizelle
Die Eizelle wird nun von beweglichen Zellausläufern an der Innenseite des Eileiters in Richtung Gebärmutter transportiert. Bis sie dort ankommt, dauert es mehrere Tage. Wurde die Eizelle befruchtet, teilt sie sich auf ihrer Reise bereits mehrmals.
Unterdessen verändert sich das im Eierstock zurückgelassene Eibläschen: Unter der Wirkung des Hormons LH wird es zum sogenannten Gelbkörper. Dieser produziert neben geringen Mengen an Östrogen vor allem Progesteron, das Gelbkörperhormon.
Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Es fördert ihren Umbau und die Versorgung mit Nährstoffen. Wenn die befruchtete Eizelle nach mehreren Tagen die Gebärmutter erreicht, findet sie dort so günstige Bedingungen für die Einnistung und die weitere Entwicklung vor.
Kommt es nicht zu einer Einnistung, beginnt der Gelbkörper zu schrumpfen und geht nach zehn bis zwölf Tagen zugrunde. Der daraus resultierende Progesteron-Abfall löst schließlich die Menstruation aus, die Ablösung der oberen Schicht der Gebärmutterschleimhaut.
Prämenstruelles Syndrom (PMS): Ein häufiges Problem
Vielleicht merken auch Sie ohne einen Blick in den Kalender, wann Ihre Periode ansteht: Nicht wenige Frauen fühlen sich bereits Tage zuvor unwohl, sind gereizt oder niedergeschlagen, leiden unter Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen oder Verdauungsproblemen. Diese Symptome werden als Prämenstruelles Syndrom, kurz PMS, bezeichnet.
Typisch ist, dass die Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte auftreten und mit Beginn der Regelblutung wieder abklingen. Ein Beschwerdetagebuch über mindestens zwei aufeinanderfolgende Zyklen kann helfen, dieses Muster zu erkennen. Darin werden täglich die Beschwerden und ihre Stärke sowie die Blutungstage festgehalten. Diese Aufzeichnungen unterstützen die ärztliche Beurteilung, ob ein PMS vorliegt oder andere Ursachen infrage kommen.
Wie stark die Beschwerden ausgeprägt sind, variiert von Frau zu Frau. Viele verspüren nur einzelne, leichte Symptome. Bis zu 40 Prozent der Frauen haben stärker ausgeprägte Beschwerden, die ihren Alltag spürbar belasten. Bei einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) stehen ausgeprägte psychische Beschwerden wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit oder Ängstlichkeit im Vordergrund. Diese beeinträchtigen den Alltag und soziale Beziehungen erheblich. Die Diagnose richtet sich nach festgelegten Kriterien, die neben der Stärke auch die Anzahl, die Art und das zyklische Auftreten der Symptome berücksichtigen.
Mögliche Symptome bei PMS sind zum Beispiel:
Körperlich
- Kopfschmerzen
- Unterleibsschmerzen
- Verdauungsprobleme, Blähungen
- Spannungsgefühle in den Brüsten
- Wassereinlagerungen in den Beinen
- Hautunreinheiten
- Schlafprobleme
- Veränderungen des Appetits
- Mangel an Energie
Psychisch
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit
- Konzentrationsprobleme
- Vergesslichkeit
- Angstgefühle
- Niedergeschlagenheit
- Innere Unruhe
- Antriebsschwäche
Ursachen von PMS
Wie genau PMS ausgelöst wird, ist bislang noch nicht geklärt. Vermutlich spielen familiäre Veranlagung, Umweltfaktoren und hormonelle Ursachen eine Rolle. So könnten Frauen mit PMS empfindlich auf Abbauprodukte des Progesterons reagieren, jenes Hormons, das in der zweiten Zyklushälfte vom Gelbkörper produziert wird. Es wird außerdem vermutet, dass auch der Botenstoff Serotonin eine Rolle spielt, da dieses durch Progesteron beeinflusst werden kann.
Was tun gegen PMS-Beschwerden?
Zur Linderung von PMS-Symptomen werden häufig Änderungen des Lebensstils empfohlen, diese sind jedoch wissenschaftlich meist nicht gut untersucht. In erster Linie gilt daher: Probieren Sie aus, was Ihrem Körper und Ihrer Psyche in den Tagen vor der Periode guttut. Das können womöglich Entspannungstechniken sein, viel Bewegung oder eine Reduktion des Alkohol- oder Koffeinkonsums. Aus der Forschung gibt es Hinweise darauf, dass regelmäßiger Sport hilfreich gegen PMS sein kann.
Wenn PMS-Beschwerden den Alltag deutlich beeinträchtigen, ist eine ärztliche Abklärung und Beratung wichtig. Je nach Art und Stärke der Beschwerden kommen unterschiedliche Behandlungen infrage. Schmerzmittel können beispielsweise körperliche Beschwerden lindern. Bei ausgeprägten psychischen Symptomen können bestimmte ärztlich verordnete Medikamente (wie spezielle Antidepressiva) oder psychotherapeutische Verfahren wie die kognitive Verhaltenstherapie helfen. Auch bestimmte hormonelle Verhütungsmittel können PMS-Beschwerden verringern. Welche Behandlung geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt unter Berücksichtigung Ihrer Beschwerden, möglicher Nebenwirkungen und eines bestehenden Verhütungswunsches.
Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft
Während der fruchtbaren Lebensphase einer Frau wiederholt sich der Zyklus aus Eizellreifung, Eisprung, Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und Menstruation. Kommt es zu einer Schwangerschaft, wird dieser Ablauf unterbrochen.
Wurde die Eizelle nach dem Eisprung befruchtet, beginnt sie bereits auf dem Weg in Richtung Gebärmutter, sich zu teilen: Aus einer Zelle werden zwei, aus zwei werden vier, werden schließlich viele. Bereits nach wenigen Tagen erreicht eine winzige Hohlkugel aus etwa 100 Zellen, die sogenannte Blastozyste, die Gebärmutter. Für ihre weitere Entwicklung ist die Blastozyste jetzt auf eine Nährstoff- und Sauerstoffversorgung angewiesen. Um diese zu erhalten, nistet sie sich ein, das heißt, sie dringt in die Gebärmutterschleimhaut ein und setzt sich dort fest. Um eine Menstruation und damit die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut zu verhindern, schüttet die Blastozyste ein spezielles Hormon aus, humanes Choriongonadotropin (hCG). Dieses Hormon wird nur während der Schwangerschaft in größeren Mengen gebildet und ist daher der Indikator, auf den handelsübliche Schwangerschaftstests reagieren.
Aus der Blastozyste entwickeln sich nun einerseits der Embryo und andererseits die Plazenta (Mutterkuchen). Die Plazenta ist ein Organ, welches von Blutgefäßen des Embryos und der Mutter durchzogen ist. In der Plazenta werden Sauerstoff und Nährstoffe vom mütterlichen in den kindlichen Blutkreislauf übertragen, ohne dass es zu einer Vermischung von kindlichem und mütterlichem Blut kommt.
Für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft spielt auch Progesteron, das Gelbkörperhormon, eine wichtige Rolle: Es wird zunächst weiterhin im Eierstock produziert, später dann in der anwachsenden Plazenta. Ebenso wie hCG unterdrückt es die Menstruation und sorgt so für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft, zudem entspannt es die Gebärmutter und sorgt für ihre ausreichende Durchblutung.
Auch Östrogen wird während der Schwangerschaft vermehrt ausgeschüttet, der Östrogen-Spiegel steigt während der Schwangerschaft kontinuierlich an. Das Hormon sorgt für das Wachstum von Gebärmutter und Brustdrüsen und lockert das Bindegewebe der Schwangeren.
Ein Hormon, welches ausschließlich in der Plazenta gebildet wird, ist das humane Plazentalaktogen (hPL). Es greift in den mütterlichen Stoffwechsel ein, indem es Fettsäuren freisetzt und damit hilft, den gesteigerten Energiebedarf während der Schwangerschaft zu decken. Darüber hinaus setzt es die Empfindlichkeit der mütterlichen Zellen gegenüber Insulin herab und erhöht damit den Blutzuckerspiegel. Um dem entgegenzuwirken, produziert die Bauchspeicheldrüse der Schwangeren vorübergehend mehr Insulin.
Während der Schwangerschaft wird der Embryo bzw. der Fötus von der Mutter nicht nur mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, sondern auch mit Schilddrüsenhormonen. Denn im ersten Schwangerschaftsdrittel ist die Schilddrüse des Kindes noch nicht weit genug entwickelt, um selbst Schilddrüsenhormone zu bilden, die für die normale Entwicklung des Kindes jedoch unabdingbar sind. Damit die Schilddrüse der Mutter die Mehrproduktion leisten kann, muss der in der Schwangerschaft erhöhte Bedarf an Jod gedeckt werden.
Mehr zum Thema Jod und Schilddrüse erfahren Sie in Jod – wichtiges Spurenelement für die Schilddrüse.
Schwangerschaftshormone mit Nebenwirkungen
Viele Frauen erleben die Schwangerschaft als eine aufregende und schöne Zeit, doch häufig geht sie auch mit der einen oder anderen unangenehme Begleiterscheinung einher. Denn die ausgeprägte Hormonumstellung kann sich vielfältig äußern.
Eine häufige Begleiterscheinung der Schwangerschaft ist Schwangerschaftsübelkeit. Sie tritt vor allem in der frühen Schwangerschaft auf und lässt bei vielen Frauen nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel nach. An ihrer Entstehung sind hormonelle Veränderungen beteiligt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Hormon GDF15 sowie die individuelle Empfindlichkeit der Schwangeren gegenüber diesem Botenstoff.
Die vermehrte Ausschüttung von Insulin während der Schwangerschaft begünstigt heftige Blutzuckerschwankungen und kann dadurch zu regelrechten Heißhungerattacken führen.
Auch die hohen Progesteron-Werte können zu Beschwerden wie verstärkter Müdigkeit führen. Diese zeigt sich vor allem zu Beginn der Schwangerschaft. Die muskelentspannende Wirkung des Progesterons wirkt zudem nicht nur auf die Gebärmutter, sondern auch etwa auf den Schließmuskel der Blase oder auf den Darm, was während der Schwangerschaft zu Blasenschwäche oder zu Verstopfung führen kann.
Hormone und Fruchtbarkeit
Das fein abgestimmte Zusammenspiel der Hormone ist eine wichtige Voraussetzung für eine Schwangerschaft. Hormonelle Störungen können daher die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Dazu zählen beispielsweise:
- Zu geringe FSH-Bildung: Ohne FSH kann kein Eibläschen heranreifen und somit auch kein Eisprung stattfinden. Leistungssport und Untergewicht können diese Hormonstörung begünstigen, sie kann aber auch erblich bedingt sein.
- Gelbkörperschwäche: Von einer Gelbkörperschwäche spricht man, wenn der Gelbkörper nach dem Eisprung zu wenig oder nicht lange genug Progesteron bildet. Dieses Hormon bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vor. Ob eine Gelbkörperschwäche für sich allein Fruchtbarkeitsprobleme verursacht, ist wissenschaftlich nicht gesichert. Ein einzelner Progesteronwert reicht für eine zuverlässige Diagnose nicht aus.
- Erhöhter Prolaktin-Wert: Prolaktin steuert normalerweise die Milchproduktion. Ist der Wert auch außerhalb der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht, kann dies den Eisprung verhindern. Stress und eine Schilddrüsenunterfunktion zählen zu den begünstigenden Faktoren.
- Erhöhte Androgen-Werte (Hyperandrogenämie): Androgene sind männliche Geschlechtshormone, diese werden vom weiblichen Körper normalerweise nur in geringen Mengen gebildet. Sind die Androgen-Werte erhöht, kann dies ebenfalls die Reifung des Eibläschens stören und dazu führen, dass der Eisprung ausbleibt.
Neben hormonellen können aber auch anatomische Ursachen wie etwa ein Eileiterverschluss, Erkrankungen wie Endometriose oder Myome, Lebensstilfaktoren wie Stress oder Rauschgifte oder ein höheres Lebensalter die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.Dan
Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?
Bleibt eine Schwangerschaft trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs aus, wird Frauen unter 35 Jahren nach zwölf Monaten eine ärztliche Abklärung empfohlen, ab 35 Jahren bereits nach sechs Monaten. Bei sehr unregelmäßigen oder ausbleibenden Blutungen, bekannten Erkrankungen, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können, oder einem Alter über 40 Jahren ist eine frühere Abklärung sinnvoll. Dabei sollten beide Partner untersucht werden, da die Ursachen bei der Frau, beim Mann oder bei beiden liegen können.
Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren
Pubertät, Zyklus, Kinderwunsch, Schwangerschaft… Der weibliche Hormonhaushalt macht im Laufe des Lebens viele Veränderungen durch. Ungefähr in der Lebensmitte beginnt dann die letzte große Hormonumstellung, zunächst schleichend, jedoch unaufhaltsam: die Wechseljahre.
Die früheste Phase dieser Umstellungszeit ist die Prämenopause, die bereits um das 40. Lebensjahr einsetzen kann und sich über Jahre hinzieht. Zum Ende dieser Phase beginnt der Progesteronspiegel deutlich zu sinken. Das kann mit ersten spürbaren Anzeichen einhergehen, wie zum Beispiel Unregelmäßigkeiten im Zyklus, Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühle in der Brust, Müdigkeit oder Hitzewallungen. Auch der Östrogenspiegel sinkt im Laufe der Wechseljahre, und der hormonelle Zyklus wird nach und nach eingestellt. Die letzte Menstruation, die Menopause, tritt im Mittel mit Anfang 50 ein. Sie markiert das Ende der fruchtbaren Lebensphase der Frau, aber auch den Anfang einer neuen Lebensphase, die mit neuen Perspektiven einhergehen kann. Mehr über die Wechseljahre und ihre Herausforderungen erfahren Sie in unserem Die Wechseljahre (Klimakterium) und Menopause.
Den eigenen Hormonstatus feststellen
Zu den unterschiedlichsten Zeitpunkten im Leben der Frau kann es sinnvoll sein, Klarheit über die hormonelle Situation zu erhalten. Zu verschiedenen Zeitpunkten im Leben einer Frau kann es hilfreich sein, erste Anhaltspunkte zur aktuellen Hormonlage zu gewinnen. Der medivere Hormontest Frau Plus ermittelt wichtige Hormonwerte im Speichel. Die Ergebnisse können bei Beschwerden wie Zyklusschwankungen, Wechseljahresbeschwerden, Erschöpfung oder unerfülltem Kinderwunsch als wertvolle Orientierung und Grundlage für das weiterführende Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt dienen.
Wichtiger Hinweis: Ein Labortest zur Eigenanwendung liefert wertvolle Hinweise zum aktuellen Hormonstatus, ersetzt jedoch keine ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, ausgeprägten Stimmungstiefs sowie bei unerfülltem Kinderwunsch wenden Sie sich zur Abklärung und Therapieplanung bitte immer an Ihre gynäkologische oder hausärztliche Praxis.
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